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Iran strebt Marinebündnis mit Golfstaaten an


Illustrative: Iranian Navy exercise in 2011. (CC BY, Mohammad Sadegh Heydari, Wikimedia Commons)

Das Bestreben des Teheraner Regimes, eine neue Marinekoalition mit den arabischen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans zu bilden, zielt auf die Schwächung der amerikanischen Dominanz in den Küstenregionen.

In einem Versuch, US-Partner zur Zusammenarbeit zu bewegen, hofft der Iran, Saudi-Arabien und andere Länder in ein Marinebündnis im Indischen Ozean einbinden zu können. Der Iran arbeitet bereits mit China und Russland zusammen, aber mit seiner neuen Initiative könnte er versuchen, aus Berichten über den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus den amerikanisch geführten Combined Maritime Forces Kapital zu schlagen.

Dem Regime nahestehende Medien vermeldeten, der iranische Marinekommandeur Shahram Irani habe mitgeteilt, dass »eine Reihe regionaler Länder, darunter der Iran und Saudi-Arabien, eine neue Marinekoalition im nördlichen Teil des Indischen Ozeans bilden werden«. Die dahinterstehende Idee beruht auf der Zusammenarbeit mit Seestreitkräften, die in den Küstengebieten des Indischen Ozeans operieren. Dabei strebe der Iran eine kollektive Kooperation an, die er bereits Indien und dem Oman, dessen Sultan kürzlich Teheran besucht hatte, angeboten habe.

Einem Bericht zufolge waren kürzlich amerikanische Beamte in Maskat, um Gespräche über den Iran zu führen, wobei die USA an einer Art diplomatischem Kompromiss mit der Islamischen Republik interessiert sein könnten.

Marine immer wichtiger

»In einer Fernsehsendung am Freitagabend sagte der iranische Marinekommandeur, fast alle Anrainerstaaten in den nördlichen Gebieten des Indischen Ozeans seien zu dem Schluss gekommen, dem Iran beizustehen und gemeinsam zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit zu gewährleisten«, berichtete das iranische Staatsmedium Tasnim.

Dabei habe Shahram Irani darauf hingewiesen, dass der Iran und der Oman zwar in der Vergangenheit schon mehrere gemeinsame Marineübungen abgehalten hätten, nun aber auch andere Länder an einer Marinezusammenarbeit interessiert seien, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, der Irak, Pakistan und Indien. »Heute haben die Länder der Region erkannt, dass die Schaffung von Sicherheit in der Region Synergie und Zusammenarbeit erfordert«, sagte der iranische Marinekommandeur.

Nach der kürzlichen Marineübung der USA und den VAE und angesichts einer Warnung des israelischen Verteidigungsministers vor den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und der Bedrohung durch deren Flotte, berichteten auch pro-iranische Medien im Libanon über die Entwicklung Richtung Marinebündnis. Wie bei allen Waffengattungen verfügt der Iran über eine IRGC- und eine offizielle Kriegsmarine.

Auch die USA, Großbritannien und Frankreich haben ihr Augenmerk verstärkt auf die Sicherheit zur See in der Region gerichtet, nachdem der Iran in der Vergangenheit zwei Tanker beschlagnahmt und immer wieder Drohnen und Minen eingesetzt hatte, um Schiffe anzugreifen.

Darüber hinaus hat Israel die zweiwöchige Übung Firm Hand durchgeführt, bei der Szenarien an mehreren Schauplätzen simuliert und Israels Kräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft kombiniert wurden. Vor Kurzem wurde auch die C-Dome genannte Marineversion des Iron Dome erfolgreich getestet, was ebenfalls auf die zunehmende Bedeutung der Seestreitkräfte in der Region hinweist. In Bahrain wiederum stellten die dort stationierten amerikanischen Streitkräfte außerdem eine Task Force auf, die mit Dutzenden unbemannten Schiffen für die Sicherheit in der Region sorgen soll.



Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von mena-watch

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