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Tödlicher Angriff auf US-Stützpunkt in Syrien


Iranische Kamikaze-Drohnen auf einem Bild des iranischen Verteidigungsministeriums vom August 2022

Das Pentagon sieht den Iran hinter einer Attacke auf eigene Kräfte in Syrien - und geht unmittelbar zur Vergeltung über.


Bei einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in Nordsyrien ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums ein US-Bürger getötet worden. Die Attacke auf eine Militärbasis nahe der Stadt Al-Hassaka im Nordosten des Bürgerkriegslandes sei von einer Drohne "iranischen Ursprungs" ausgegangen.


Bei dem Toten handele es sich um einen Mitarbeiter eines Unternehmens, das im Auftrag des amerikanischen Militärs tätig sei, teilte das Pentagon weiter mit. Fünf US-Soldaten und ein weiterer US-Unternehmensangehöriger seien verletzt worden.


Befehl aus dem Oval Office


Auf Anweisung von Präsident Joe Biden habe das US-Militär noch am Donnerstagabend mit mehreren Luftangriffen reagiert, erklärte Verteidigungsminister Lloyd Austin. Ziel seien Einrichtungen von Gruppen im Osten Syriens gewesen, die mit den iranischen Revolutionsgarden in Kontakt stünden. "Keine Gruppe darf unsere Truppen ungestraft angreifen", so Austin. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien wurden bei den Vergeltungseinsätzen mindestens acht proiranische Kämpfer getötet.


Der Drohnenangriff ereignete sich nur wenige Wochen, nachdem der ranghöchste US-General Mark Milley den Nordosten Syriens besucht hatte, um den Einsatz gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) und das Risiko für das US-Personal zu bewerten. Die amerikanischen Streitkräfte sind in Gebieten im Einsatz, die von der kurdischen Miliz YPG und deren Verbündeten kontrolliert werden. Sie helfen der YPG im Kampf gegen den IS.


Der Iran ist neben Russland der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Von Teheran unterstützte Milizen haben in Syrien Fuß gefasst, seitdem sie im Bürgerkrieg an der Seite des Machthabers standen. Dieser konnte sich bislang aller Versuche von Aufständischen erwehren, seine Herrschaft zu brechen.


Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Welle

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