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Medienschau: Erneutes Säbelrasseln im Golf

Die wichtigsten News und Stimmen der Woche, jeden Freitag auf iran-revolution.com abgemischt. Diesmal: Erneutes Säbelrasseln im Golf. Die wahren Gründe für den Zwangsurlaub. Über 60 Hinrichtungen im Juli. Berüchtigtes Foltergefängnis vor der Schließung? Irans Abhängigkeit von China. Iran verstärkt Militärpräsenz in Syrien. Verbot für Locarno.



Marines trainieren Mitte Juli an Bord der USS Bataan. (Foto: Sgt. Matthew Romonoyske-Bean/U.S. Marine Corps)

Erneutes Säbelrasseln im Golf

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben in dieser Woche militärische Übungen durchgeführt – als politisches Signal an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Es geht um mehrere Miniinseln im Golf, die der Iran kontrolliert, die aber von den VAE beansprucht werden. Die Übungen finden auch vor dem Hintergrund einer verstärkten US-Militärpräsenz in der Region nach einer Reihe von Schiffsbeschlagnahmungen statt.

Das US-Militär wiederum arbeitet an Plänen, bewaffnete Marinesoldaten und Matrosen an Bord von Handelsschiffen einzuschiffen, nachdem es im Nahen Osten zu einer Reihe von Schiffsbeschlagnahmungen durch iranische Streitkräfte gekommen ist. Dies sei eine „bemerkenswerte Eskalation, die Washington und Teheran in eine direkte Konfrontation bringen könnte“, so die Washington Post.




NEWS


Die wahren Gründe für den Zwangsurlaub

Die Regierung in Teheran berief sich auf eine „beispiellose“ Hitze, als sie eine zweitägige Abschaltung anordnete, um die Gesundheit zu schützen und Energie zu sparen – aber viele Einwohner glauben das nicht. Die Vermutung: Der Iran habe einfach nicht genug Erdgas oder ein ausreichend starkes Stromnetz, um alle Lichter brennen zu lassen, obwohl er über die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt verfügt.


Über 60 Hinrichtungen im Juli

Der Iran hat im Juli mehr als 60 Menschen hingerichtet, wobei mehr als die Hälfte davon offiziell wegen Drogenvergehen verurteilt wurde, berichtete eine Menschenrechtsorganisation laut mena-watch. Dies sei eine Steigerung gegenüber dem Juni, in dem 52 Menschen vom Staat exekutiert worden waren. Mindestens zwölf der Hingerichteten gehörten der Minderheit der Belutschen an. Laut Iran Human Rights wurden alleine zwischen vergangenem Sonntag und Dienstag neun Belutschen mit iranischer und zwei Belutschen mit afghanischer Staatsangehörigkeit gehängt worden.


Berüchtigtes Foltergefängnis vor der Schließung?

Das Gohardasht-Gefängnis (etwa 20 km westlich von Teheran, auch Rajaei-Shahr-Gefängnis genannt) gilt als eines der härtesten Gefängnisse des Irans, wegen Folter, Vergewaltigung und Mord. Laut VOA soll das Gefängnis geschlosse und etwa 300 Insassen in andere Einrichtungen verlegt werden, daruntre politische Gefangene und Häftlinge, die nach den landesweiten Protesten ohne Anklage festgehalten werden. Eine Vermutung zu den Hintergründen: Die Gefangenen sollen mit den gewalttätigsten Häftlingen des Landes in Provinzgefängnissen vermischt werden, um den Druck zu erhöhen.



ANALYSE


Die zunehmende Abhängigkeit des Iran von China

Der Iran ist zunehmend auf China angewiesen, um existenzielle Krisen zu überstehen, darunter diplomatische Isolation, regionale Spannungen und eine schwankende Wirtschaft. Im März 2023 vermittelte China - der größte Handelspartner des Irans - eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien über die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen sieben Jahre nach dem Abbruch der Beziehungen. Der IranImprimer hat die komplette Analyse.


Iran verstärkt Militärpräsenz in Syrien

Der Iran unterstützt Kräfte in Syrien, „die sich darauf vorbereiten und sich die Fähigkeiten und Ressourcen aneignen, um eine Bedrohung für die amerikanischen Streitkräfte in Syrien und für Israel darzustellen“, zitiert Newsweek einen anonym bleibenden Beamten. Die Enthüllung wirft ein Licht auf die vom Iran unterstützten Kampfdivisionen in Syrien, die tatsächlich seit Jahren eine Bedrohung für die Region darstellen.

IranIntl meldet derweil, dass der Iran weiterhin in Waffenfabriken in Syrien investiert, zur Entwicklung und Herstellung von Präzisionsraketen, Marschflugkörpern und unbemannten Flugkörpern



MENSCHEN


Toomaj Salehi, iranische Rapper, will offenbar gegen seine Verurteilung zu einer sechsjährigen Haftstrafe vor dem Obersten Gerichtshof in Berufung gehen. Dies berichtete die Zeitung Shargh unter Berufung auf Salehis Anwalt.


Ali Bahadori Jahromi, Sprecher der iranischen Regierung, hat die Proteste im Iran im vergangenen Jahr als „Versuch der Feinde, den Fortschritt des Landes unter der Regierung Raisi zu verhindern“, bezeichnet.


Ali Ahmadzadeh, iranischer Filmemacher, gehört zu den Kulturschaffenden, die nicht zum Film-Wettbewerb von Locarno ausreisen darf. Sein Visum wurde kassiert und man forderte ihn auf, seinen Film „Critical Zone“ aus dem Locarno-Programm zurückzuziehen.



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