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Iran »kartiert« Juden in der Diaspora für Killerkommandos

Im Rahmen dieser Spionagetätigkeit sollen weltweit persönliche Daten von wichtigen jüdischen Persönlichkeiten eruiert werden, um diese bei einem möglichen israelischen Angriff auf den Iran ins Visier nehmen zu können.




Der Iran »kartiert« die jüdische Diaspora für eine Mordkampagne, die ausgelöst würde, sollte Israel eine Militäraktion gegen die Atomanlagen der Republik starten, berichtete Catherine Perez-Shakdam, eine der der wenigen westlichen Wissenschaftlerinnen, denen eine Audienz beim Obersten Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, gewährt wurde. Der Plan, der bei einem hochrangigen Treffen in Teheran enthüllt worden sei, sehe vor, »jüdische Schlüsselfiguren weltweit« zu identifizieren und festzulegen, »wie und wo man zuschlägt«, so Perez-Shakdam gegenüber dem Jewish Chronicle.


Die Killerkommandos würden im Fall eines Angriffs Israels auf den Iran zum Einsatz kommen, sodass »die Diaspora eine böse Überraschung erlebt«, sagte Perez-Shakdam, die meinte, Khamenei scheine nur vor einer Sache Angst zu haben: vor einem israelischen Angriff: »Er glaubt Netanjahus Drohungen und weiß, dass Israel im Moment militärisch überlegen ist.« Khamenei habe »das Gefühl, das iranische Regime könne eine Niederlage nicht verkraften«.


Bei ihrem Iranaufenthalt im Jahr 2017 hatte Perez-Shakdam auch Qasem Soleimani getroffen, den Führer der für weltweiten Terror zuständigen Auslandeinheit der Revolutionsgarden, der vor drei Jahren bei einem US-Angriff getötet wurde, und Ebrahim Raisi, der mittlerweile zum Präsidenten der Islamischen Republik gewählt wurde. Was die Regimevertreter nicht wussten: Die pro-iranisch auftretende Nahost-Analystin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Denkfabrik Henry Jackson Society ist selbst Jüdin.


Perez-Shakdam sagte, den Zugang zu den hochrangigen Regimevertretern habe sie über den verstorbenen Nader Talebzadeh erhalten, den sie als »Dr. Goebbels des Irans« bezeichnet und der Propagandakampagnen leitete und sie für eine Freundin und Verbündete hielt. Auf einer geschlossenen Veranstaltung, die Talebzadeh im Iran organisierte, habe sie dann von dem Plan erfahren, »alle prominenten, von Juden geführten NGOs zu identifizieren«.


Ins Visier genommen

Im

Rahmen dieser Spionagetätigkeit sollte festgehalten werden, »wer was in den einzelnen Wirtschaftszweigen macht«, und auch »die wichtigen Rabbiner« sollten eruiert werden. »Sie wollten herausfinden, welchen Einfluss sie haben und wo sie mit ihren Familien leben, um sie ins Visier zu nehmen.« Talebzadeh habe in diesem Zusammenhang gesagt, die Kartierung sei eine Vorbereitung für Mord gewesen, um »die Diaspora einen Preis zahlen zu lassen« für einen möglichen israelischen Angriff.


Im November erklärte der Generaldirektor des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, Ken McCallum, innerhalb eines Jahres seien zehn iranische Attentatspläne im Vereinigten Königreich vereitelt worden, wobei er allerdings unerwähnt ließ, ob es sich bei den potenziellen Opfern um Juden gehandelt hat. Die aktuellen Enthüllungen könnten den Druck auf die britische Regierung erhöhen, den USA zu folgen und das Korps der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) als terroristische Organisation zu verbieten.


Eine Sprecherin der britischen NGO Community Security Trust, die im Auftrag der jüdischen Gemeinde antisemitische Vorfälle registriert, meinte, auf den Bericht des Jewish Chronicle angesprochen: »Wir wissen seit vielen Jahren, dass der Iran in Terroranschläge gegen jüdische Gemeinden verwickelt ist, aber es ist wirklich erschreckend, dass dies in so klaren Details dargelegt wird. Fragen Menschen, warum jüdische Schulen und Synagogen gesichert werden müssen, ist dies ein großer Teil der Antwort.«


Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von mena-watch, Original-Text

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